Such­intention erkennen
und effektiv für SEO nutzen [2021]

Suchintention & SEO

Im Grunde ist es doch ganz einfach: Wir haben endlich ein Keyword gefunden, doch wie bekommt man dazu nun den richtigen Content? Wie erstelle ich nun die richtige Seite, die auch genau dem entspricht, was der Besucher meiner Webseite erwartet? Die Suchintention spielt dabei eine sehr wichtige Rolle und ist die Grundlage von guten SEO-Texten.

Was ist eine Suchintention?


Eine Suchintention ist der Hintergrund, warum jemand eine Suchanfrage bei Google eingibt. Diese Intention oder Absicht lässt sich in verschiedene Kategorien einteilen.


Mit diesem einfachen kurzen Satz lässt sich die Thematik doch sehr einfach zusammenfassen. Aber so einfach, wie es klingt, ist es in der Praxis gar nicht.

Warum ist die Suchintention so wichtig?


Die Suchintention (search intent) ist absolut kein Rankingfaktor, sondern Grundvoraussetzung. Sie ist die Grundlage, wie Content auf der Webseite gestaltet werden muss, um bei Suchmaschinen erfolgreich zu sein.


Wenn man nämlich ehrlich ist, was ist das Ziel einer Suchmaschine? Genau das zu erfüllen, was die Besucher am meisten suchen und ihnen dann mit einem Klick alles bereitzustellen. Und genau aus diesem Grund ist die Suchintention der Besucher so wichtig, denn die Suchmaschine weiß mittlerweile, was der Besucher sucht und auch als nächstes suchen wird. Die Suchmaschine und damit in Deutschland hauptsächlich Google achtet auf die Nutzersignale in den SERPs.


Und genau hier setzt SEO und auch Content-Marketing an!

Welche Arten der Suchintentionen gibt es?


Als Grundlage nutzt SEO hierzu die Studie „Determining the informational, navigational, and transactional intent of Web queries“, die sich bei den Suchabsichten in drei (3) verschiedene Bereiche teilt:


  • Informational (wissen)
  • Transactional bzw. Commercial (agieren)
  • Navigational (an einen bestimmten Ort wollen)


Google selbst aber veröffentlicht mit den aktuellen General Guidelines / Quality Rater Guidelines (Stand 2020) bei Punkt 12.7 vier (4) verschiedene Suchabsichten:


  • Know & know simple queries
  • Do & device action queries
  • Webseiten queries
  • Visit in person queries & user location

Was unterscheidet die klassische Unterteilung von den Google Guidlines?


Schauen wir uns die klassische Zuordnung einmal näher an.



INFORMATIONAL

Hier handelt es sich um die Absicht bei einer Suche die gewünschte Information zu finden. Als Beispiel können dies Ratgeberseiten, oder auch Handlungsempfehlungen, Anleitungen, Rezepte oder Ähnliches sein.



TRANSACTIONAL

Transactional bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Besucher eine Transaktion abschließen möchte, also entweder sich anmelden, ein Formular ausfüllen oder Kontakt aufnehmen möchte. Dies führt im besten Fall am Ende zu einer Conversion, also einem Neukunden oder einer Bestellung.



NAVIGATIONAL

Für den Bereich „navigational“ möchte der Besucher an einen bestimmten Ort gelangen. Dies kann eine Webseite oder auch ein lokales Unternehmen sein.

Doch wieso unterteilt Google dies nun anders?


Im Grunde unterschieden sich beide Kategorisierungen nur dahingehend, dass Google hier noch detaillierter wird.



KNOW AND SIMPLE KNOW


Der Besucher der Webseite möchte mehr allgemeine Informationen zu einem Thema erfahren. Google wird noch spezifischer und unterscheidet auch hier nochmal mit „simple know“ dahingehend, dass der Besucher auch nach einer spezifischen Antwort suchen kann.


„Vaterstetten Gemeinde“ (Beispiel für "know")


„Wann findet in Vaterstetten das Volksfest statt?“ (Beispiel für "simple know")



DO AND DEVICE ACTION


Auch hier wird Google etwas detaillierter. Die Intention „do“ bedeutet, dass der Besucher eine bestimmte Aktivität oder ein Ziel erreichen will. Dabei muss es aber nicht unbedingt transactional sein, also am Ende auch zu einer Abwicklung führen.


In diesem Fall ist „device action“ die Suche oder der Befehl mit Hilfe der Spracheingabe eine Aktion auszulösen.


eine App herunterladen (Beispiel für "do")


Google, lade die App xy herunter! (Beispiel für "device action")



WEBSITE


Dabei ist das Anliegen des Besuchers eine bestimmte Webseite oder auch Unterseite aufzurufen.


„diemarketingarchitekten website“ (Beispiel für "website")



VISIT IN PERSON


Diese Suchintention ist standortbezogen und führt in den meisten Fällen zu lokalen Ergebnissen. Dabei ist der User darauf aus, eine Lokalität, wie z.B. ein Restaurant in seiner Nähe zu finden.




Nicht immer kann man die Suchintention klar zuordnen, so dass auch „mixed intent“ oder auch „multiple user intent“ gibt. Das bedeutet, dass sich bestimmte Suchabsichten auch in mehrere Kategorien gleichzeitig einordnen lassen. Google empfiehlt in diesen Fällen das zu wählen, was für die jeweilige Zielgruppe am wahrscheinlichsten ist.

Was ist der Unterschied zwischen Suchintention (search intent) und Nutzerintention (user intent)?


Zwischen der Nutzerintention und der Suchintention gibt es tatsächlich einen Unterschied. So ist die Nutzerintention das Ergebnis oder das Ziel, welches der Nutzer bzw. Besucher erreichen möchte. Dies kann ein Kauf eines Teppichs oder Ähnliches sein. Jedoch wird die Suchintention im ersten Schritt eher dazu dienen, dass sich der Besucher über etwas informieren möchte (informational). Im zweiten Schritt kommt es dann in den meisten Fällen zu einer Kaufentscheidung (transactional), die dann am Ende auch zum Erfüllen der Nutzerintention, also dem Kauf des gewünschten Artikels oder Ähnlichem führt.


Es ist daher wichtig, beide Intentionen voneinander zu unterscheiden, auch wenn diese oft gemeinsam in einem Topf geschmissen werden.

Wie erkenne ich die Suchintention?


Doch am Ende bleibt die Frage, wie man die Suchintention erkennt. Hier kann uns aber die Suchmaschine helfen, denn wenn wir ein Thema haben und das passende Keyword, so lässt sich meist relativ einfach nachvollziehen um welche Art Anfrage es sich handelt.

1. DIE SERPS UNTERSUCHEN


Wenn man nun das Keyword Brille nimmt und dieses bei Google eingibt, so wird man schnell herausfinden, dass Google hier nur „transactional“, also nur Seiten zum Kauf von Brillen vorschlägt.

Dies bedeutet, dass eine Informationsseite nur mit dem Keyword „Brille“ nicht ranken würde.

2. SUCHERGEBNISSE ANALYSIEREN


Ebenso kann man sich bei Google das Thema „Autocomplete“ ansehen. Denn auch hier gibt Google bereits die Suchintentionen der Besucher an.

Auch hier erkennt man meist schnell um welche Form der Suchintention es sich handelt.

3. TITEL UNTERSUCHEN


Auch wenn es im August 2021 ein Update bezüglich der automatisierten Titel durch Google gegeben hat, so lassen sich auch hier oft die Suchintentionen erkennen. Die Snippets geben hier einen klaren Hinweis darauf, wonach der Besucher sucht und welche Meta-Daten oder auch Keywords für Klicks ausschlaggebend sind.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich dadurch die Landingpages und deren Themen, wie Ratgeberseiten, Shop Seiten oder Ähnliches in den meisten Fällen gut unterscheiden lassen. Die Ausnahme ist auch hier „mixed intent“.

Texterstellung mit Hilfe der Suchintention


Wichtig für die Suchmaschinen ist es, dass der User alle Antworten auf die Frage, die er in dem Moment hat, findet, aber auch die weiteren Fragen, die er im Anschluss haben wird, beantwortet werden.


Es ist also nicht damit getan, nur eine kurze Information auf Webseiten zu hinterlassen und den Rest der Inhalte mit Bildern zu füllen, nur weil dies ansprechender für den Besucher sein kann.

Wie kann ich mehrere Suchintentionen auf meiner Seite abdecken?


Es macht auf Grund der Informationen, die wir bis jetzt bereits zusammengefasst haben, also Sinn, auf verschiedene Arten von Suchintentionen für Besucher einzugehen, aber eben auch mit dem Ziel, für verschiedene Suchintentionen ranken zu können.


Daher ist es wichtig, die Suchintentionen, aber auch Nutzerintentionen meiner Kunden, aber auch Zielgruppe zu kennen und dazu Content zu kreieren. Denn nur wer den passenden Inhalt auf seiner Webseite bereitstellt, wird auch den Ansprüchen von Google gerecht. Man sollte nämlich dabei nie vergessen, dass jede Suchmaschine die Beste sein möchte und daher auch den Nutzern nur Webseiten bereitstellen wird, welche auch den Ansprüchen, die es mittlerweile gibt, gerecht wird.

Fazit bezüglich der Suchintention und der Wichtigkeit für SEO


Zusammenfassend kann man sagen, dass sich in den letzten Jahren doch sehr viel verändert hat und die Suchmaschine, speziell natürlich Google, täglich intelligenter wird.


Ziel sollte es daher sein, den Schritt der Veränderung mitzugehen und sowohl der Zielgruppe als auch den Besuchern der Webseite eine möglichst umfassende Webseite zur Verfügung zu stellen. Dabei sollten nicht nur Inhalte behandelt werden, die direkt meine Themen betreffen, wie Leistungsseiten, sondern auch nach und nach weiter entfernte Themen angegangen werden.


Guter Content wird die Userintention, aber auch die Nutzerintention erfüllen und damit zu mehr Erfolg meines Unternehmens beitragen.